Fast spielerisch
05.05.2007 / LOKALAUSGABE / XANTEN
KONZERT. Im Xantener Dom stellte Wolfgang Schwering englische Musik zusammen.
XANTEN. Musik aus England für Chor und Orgel war das Thema eines Konzerts im Xantener Dom. Der Förderkreis für geistliche Musik präsentierte damit ein sehr vielschichtiges Konzert mit vielen auserlesenen Stücken. Die Leitung hatte Wolfgang Schwering.
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Camerata Vocale im Kanon
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Mit "Halleluja", einem Kanon zu drei Stimmen von William Boyce eröfnete die Camerata Vocale Oberhausen das abendliche Programm. Nach der Motette zu fünf Stimmen, "Surgens Jesus Dominus" von Peter Phillips begeisterte der Chor nochmals mit einem "Halleluja" von John Taverner in Verbindung mit Psalm 97 nach einem Modell von Sir Charles Villiers Stanford. Er ist auch der Komponist des darauf folgenden Orgelspiels von Friedrich Storfinger, der Orgel Sonate Nr. 5 opus 159.
Mit "Quasi una Fantasia" drückt Stanford seine Experimentierfreude aus. Die einzelnen Sätze Allegro moderato, Allegretto non troppo mosso und Allegro stellen ein Meisterwerk an Facettenreichtum dar. Häufig wird die immer wieder kehrende Grundmelodie durch fast spielerisch anmutende Vertonungen ausgeschmückt.
Mit viel Charisma und Fantasie beschreibt Benjamin Britten die "Hymn to St. Cecilia op. 27". Sie ist traditionsgemäß die Schutzpatronin der Kirchenmusiker. Der Grund liegt darin, dass sie während ihrer Hochzeit, als die Musik spielte, allein mit ihrem Herzen zu Gott gesungen hat. Sie starb 230 nach Christus in Rom den Märtyrertod. Für das Publikum bot sich in dieser Hymne ein eindrucksvoller Beitrag der Camerata Vocale, mit exzellentem Stimmenreichtum bei dem sehr viel Soloeinsatz der Chormitglieder gefragt war.
Dass Kirchenmusik durchaus einen spritzigen Charakter haben kann, verdeutlichte Organist Storfinger beim Krönungsmarsch von Elisabeth II. aus dem Jahr 1953, "Orb and Sceptre": eine sehr festliche aber für solch einen Anlass auch sehr schwungvolle Komposition von Sir William Walton. (tob)
Quelle: WAZ
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